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HSV Ein Sorgenkind sieht Licht am Ende des Tunnels

Sorin will wieder genießen

Der frühere Kapitän der argentinischen Nationalmannschaft will noch allen Hamburgern zeigen, wie gut er ist.

Von Dieter Matz und Marcus Scholz

Juan Pablo Sorin (31) kam im Sommer 2005 von Villarreal zum HSV, hat seit dieser Zeit aber erst 20 Bundesliga-Einsätze gehabt.

Juan Pablo Sorin (31) kam im Sommer 2005 von Villarreal zum HSV. Foto: Witters

Hamburg -

Seine Augen strahlen, er lächelt offen, seine schulterlangen schwarzen Locken fliegen bei jedem Wort hin und her, sein graues T-Shirt klebt eng an seinem Körper und verrät dem Außenstehenden: kein Gramm zuviel. Juan Pablo Sorin, der schon vergessene HSV-Profi, wirkt in diesen Tagen so, als könne er wieder Bäume ausreißen. Und wahrscheinlich könnte er es auch schon. Der Argentinier will es noch einmal wissen, hat seine lange Verletzungspause (nach einer schwierigen Knieverletzung mit anschließender Operation), die über neun Monate andauerte, zu den Akten gelegt. Er blickt ab sofort nur noch nach vorn: "Ich rede einfach nicht mehr darüber, ich will jetzt nur noch Fußball spielen."

Bei der 0:1-Niederlage des HSV in Stuttgart wurde er in der 86. Minute eingewechselt - es war für ihn wie ein neuer Lebensabschnitt. "Die wenigen Minuten gegen den VfB", so sagt Sorin, "waren mehr ein symbolischer Akt." Er lächelt. Und fügt an: "Diese Minuten haben mir aber sehr geholfen, ich war einfach nur glücklich, weil ich mit diesem kurzen Einsatz wieder ins normale Leben eines Fußballers zurückgekehrt bin."

Jetzt will er mehr. Viel mehr. "Jede Minute bringt mich voran, ich sage sogar, es hilft mir doppelt. Auch jede Minute im Training, ich genieße es, wieder mit den Kumpels zu spielen", sagt der ehemalige Kapitän der argentinischen Nationalmannschaft und strahlt. Ob er am Sonnabend, im Heimspiel des HSV gegen den MSV Duisburg, zum Einsatz kommen wird? Sicher nicht von Beginn an. Dazu fehlt doch noch einiges an der Fitness, die ein Bundesliga-Profi benötigt, aber für einige Minuten könnte es wieder reichen. Er freut sich auch darauf.

Das pure Glück ist ihm von den Augen abzulesen. Sorin wirkt ehrlich, wenn er über sich und den HSV spricht, der Mann ist fest entschlossen, es noch einmal allen zu zeigen. Früher war er ein absoluter Weltklasse-Spieler, heute sucht er erst wieder den Anschluss an die Kollegen: "Ich will in der nächsten Saison mindestens einen Titel mit dem HSV gewinnen", verkündet er. Auf die Frage, ob er sich immer noch als vollwertiger HSV-Spieler fühlen würde, antwortet er spontan mit einem fünffachen "Ja, ja, ja, ja, ja." Und begründet es: "Da sind meine Kumpel in der Mannschaft, die vielen Betreuer und die vielen Fans, dazu meine Freunde und meine Familie, sie alle haben an mich geglaubt und haben mir über die schwierigen neun Monate hinweg geholfen. Diese Leute sind jetzt eine große Motivation für mich." Und er fügt an: "Ich war zuvor noch nie so lange verletzt, diese negative Erfahrung war völlig neu für mich, aber ich gehöre zu dieser Mannschaft, denn es ist für mich egal, ob jemand nur eine Minute gespielt, oder alle Spiele bestritten hat. Wir Spieler geben alles für den HSV, wir haben alle dasselbe Ziel, wir wollen Erfolge mit dem Klub haben. Und für mich ist es ganz natürlich, dass ich mich zu 100 Prozent mit dem HSV identifiziere." Sorin sagt es, und jedes Wort klingt authentisch. Er müsste einer der größten Schauspieler der Welt sein, wenn er diese Sätze nur wie auswendig gelernt aufsagen würde.

Für Sorin ist klar, dass er seinen bis 2009 laufenden Vertrag mit dem HSV erfüllen wird: "Das gebietet mir meine Ethik, das ist mein moralisches Verständnis. Und zudem muss ich sagen, dass ich mich nicht all die Monate für nichts gequält haben möchte, ich habe jeden Tag hart für mein Comeback gekämpft." Jeder Einsatz in dieser Saison verhilft ihm zu einer optimalen Fitness für die kommende Spielzeit. Juan Pablo Sorin ist nach dem Freiburger Jonathan Pitroipa der zweite Neuzugang für die Bundesliga-Saison 2008/09. Und er könnte allein mit der Erfahrung von 75 Länderspielen für Argentinien noch eine ganz wichtige Rolle beim HSV spielen.

 

 

Der Artikel erschien am 11. April 2008 im Hamburger Abendblatt




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